Nebst meinen Phasmidenterrarien pflege ich seit 2009 ein Terrarium mit 2 Königspythons (Akasha und Kronos) über die ich quasi berufsbedingt "gestolpert" bin.
Akasha ist als schwerkrankes, unverkäufliches Tier in meine Obhut gekommen. Sie litt an einem starken Kokzidienbefall, der mangels Kotabsatz lange nicht diagnostiziert werden konnte. Über Monate hinweg versuchte ich unter tierärztlicher Begleitung die Augen des Tieres zu retten - diese waren aufgrund der Krankheit mehrfach nicht mitgehäutet worden und von Bakterien befallen. Leider mußten die Augen letztlich amputiert werden, da sie nicht zu retten waren. Nach einer geeigneten medikamentösen Therapie konnte jedoch der Parasitenbefall gestoppt werden und das Tier erholte sich gut. Da Königspythons über ein Wärmewahrnehmungsorgan an der Schnauze verfügen, kann Akasha genau so gut Beutetiere greifen wie jeder andere Python - es scheint, als ob sie durch ihre Blindheit keinerlei Einschränkung eines gewöhnlichen Schlangenalltags im Terrarium erfährt.
Mein Dank gilt ganz besonders Dr. Szabados aus Innsbruck, der sich über mehrere Monate sehr engagiert darum bemüht hat, daß mein Problemkind Akasha überlebt. Darüber hinaus möchte ich auch den Einsatz von Frau Dr. Lechleitner (Innsbruck) und Frau Dr. Weidner (Innsbruck) lobend erwähnen, die in Dr. Szabados Abwesenheit ebenfalls mit großer Anteilnahme geholfen haben Akashas gesundheitliche Probleme zu überwinden.
Hier Dr. Szabados´ Website: http://www.szabados.at/index.php

Kronos ist Akashas ruhiger, zurückhaltender Gefährte - die beiden scheinen gut miteinander zu harmonieren.

Meine kleine Tochter ist jedenfalls begeistert von unseren "Würmern". Außerdem beobachtet sie gerne das bunte Treiben in unserer eigenen kleinen Mäusezucht - ich züchte nämlich meine Futtermäuse selbst. So weiß ich wenigstens wie die Tiere gehalten und gefüttert werden, was ich bei Futtermäusen aus dem Handel ja nicht weiß. So vermeide ich etwas von dem Elend, das in kommerziellen Futtertierzuchten gegeben ist, da die Tiere dort in kleinen Boxen und unter oft unseriösen, nicht artgerechten Bedingungen gehalten werden...auch stressige Transportwege fallen flach.
